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Inspiration

PATRICIA
LUNGHI

ICH ARBEITE IMMER MIT MEINEM HERZEN

Patricia Lunghi Journalistin und Kulturmanagerin

Patricia Lunghi, Journalistin und Kulturmanagerin in Lausanne


 

Du hast Kunstgeschichte und Semiotik bei Umberto Eco in Bologna studiert, arbeitest als Journalistin für das Design-Magazin „Espaces Contemporains“, organisierst und kuratierst die „Design Days“ in der Schweiz und lebst als Mutter von zwölfjährigen Zwillingen in einem umwerfenden Loft in Lausanne. Was ist Dein persönlicher Antrieb?

 

Ich arbeite immer mit meinem Herzen. Arbeit gibt mir viel Energie, und diese Energie gebe ich an meine Projekte zurück. Kulturarbeit ist spannend, aber die Verdienstmöglichkeiten sind eingeschränkt. Deshalb habe ich immer mehrere verschiedene Aktivitäten verfolgt. Offen gesagt war es eher „die Karriere“, die mich gewählt hat, als umgekehrt. Meine Karriere habe ich nie geplant. Hätte ich das getan, wäre ich sicher schneller vorangekommen. Als ich in Bologna und Mailand als freie Journalistin gearbeitet und Festivals organisiert habe, habe ich sehr wenig verdient. Deshalb habe ich Französisch unterrichtet und nachts in Diskotheken gearbeitet. Dabei habe ich viel gelernt. Aber es hat auch lange gedauert, bis ich mich beruflich etablieren konnte.

 

Um als Freiberuflerin erfolgreich zu sein, investierst Du viel Zeit in den Job, bist viel unterwegs. Wie bringst Du all diese Aktivitäten unter einen Hut?

 

Als Journalistin sitze ich meistens am Computer, besuche Ausstellungen oder arbeite von zu Hause aus. Das macht die Organisation einfach. Aber als freiberufliche Kulturmanagerin bin ich in der Tat viel unterwegs. Beide Aktivitäten ergänzen sich jedoch gut. Die erste ist eher statisch, die andere dynamisch. Deshalb bildet dieser „Modus operandi“ für mich das ideale Gleichgewicht.

 

Welche weltbekannten Design-Marken stammen aus der Schweiz, und warum sind die Schweizer gerade im Design so erfolgreich?

 

Vitra und USM Haller gehören sicher zu den bekanntesten Schweizer Design-Marken. Aber es gibt auch viele international weniger bekannte wie Ruckstuhl (Design-Teppiche), Wogg und Röthlisberger (Design-Möbel). Und dann sind da natürlich noch die weltbekannten Recycling-Taschen von Freitag. Es gibt aber auch andere große Schweizer Marken wie Logitech, Nespresso oder Movado, die nicht in erster Linie für Design stehen. Design ist in der Schweiz deshalb so erfolgreich, weil es eine Vielzahl von Förderprogrammen und Design-Preisen gibt sowie renommierte Design-Schulen wie die weltbekannte ECAL, die Design-Größen wie die Brüder Bouroullec oder Campana hervorgebracht hat. Das alles sorgt für viel Publicity für so ein kleines Land wie die Schweiz.

Was ist der wichtigste Design-Trend der Gegenwart?

 

Ich denke, das ist vor allem der Ansatz des „Design Thinking“, der mittlerweile auch in der Wirtschaft auf dem Vormarsch ist. Diesem Ansatz zufolge können Aufgaben besser gelöst werden, wenn Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen in einer kreativen Umgebung gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Dabei steht Innovationentwicklung im Mittelpunkt, die für die Anwender echten Nutzen hervorbringt.

 

Du bist gebürtige Schweizerin mit italienischen Wurzeln und zwei Reisepässen im Gepäck. Was bedeutet das für Dich? 

 

Als ich jung war, war es durchaus schwierig für mich. Es gab viel Fremdenfeindlichkeit, und ich habe mich lange als „anders“ gefühlt. Heute betrachte ich es als inneren Reichtum, zwei Kulturen mein Eigen nennen zu können.

 

Was planst Du als Nächstes?

 

Mittlerweile habe ich so viel Berufs- und Lebenserfahrung, dass ein richtig großes Projekt kommen kann. Da ist etwas Spannendes in der Vorbereitung, aber ich möchte heute noch nichts darüber verraten!

 


Interview geführt im Frühjahr 2016